zwischen Vorlesungen z. B. die Physiologie undPathologie.
Zn den ersten zwei Jahren hörte ich zugleichbei Professor Schilling die Physik nach Krügerdes Nachmittags von ^—2 Uhr. Andere philo-sophische Kollegien aber hörte ich nicht, da ichin Dortmund dieselben schon gehört hatte, folg-lich die Zeit ersparen konnte.
Im letzten Jahr aber hörte ich bei ProfessorMelchior zweimal wöchentlich eine Vorlesung überdie Geschichte der Tiere, welche öffentlich gehaltenwurde. Gr war zugleich Aufseher der Bibliothek.
Die mehrsten Tollegien, sonderlich die prak-tischen bei Leidenfrost, schrieb ich nach und trugsie in den Ferien ins Reine. Auch machte ich mirvon den im Sommer gesammelten und platt-gedrückten trockenen Kräutern ein Herbariumvivum; denn da ich das botanische Studium vor-züglich liebte, so brachte ich viele Nebenstunden imSommer entweder im medizinischen Garten draußen,oder in Wäldern und kräuterreichen Fluren zu.
In anderen Nebenstunden lernte ich eineZeitlang tanzen, und auch Musik auf der Flöte,und übte mich noch immer im Malen und Zeichnen,auch nahm ich, wenn ich alle meine Sachen ver-richtet und die Kollegien gehörig repetiert hatte,die erlaubten Trgötzungen mit, so oft sich dazueine gute Gelegenheit anbot. Mit Willen versäumteich kein einziges, wenigstens kein Leidenfrostisches
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