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Des Jobsiadendichters Carl Arnold Kortum Lebensgeschichte
Entstehung
Seite
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weilen erhielt ich Geschenke von ihnen. LinemOffizier, welcher in unserer Nachbarschaft imOuartier war, verhandelte ich einmal ein kleinesfranzösisches Wörterbuch, für einen Kronentaler,obgleich es nur 2 Stüber gekostet hatte. Ichbekam zwar hinterher von meiner Mutter einentüchtigen verweis, allein da der Offizier schonweg war, so behielt ich das Geld.

So verstrichen denn die ersten Jahre meinerKindheit. Die Beschäftigungen, welche ich außerder Schule vornahm, waren, wie gesagt, das Lesender Geschichtbücher. Zum Malen hatte ich auchsonderliche Lust. Ich zog allerlei Bilder vor demFenster mit Bleistift nach, zog dann die Strichemit Dinten und malte mit Farben die Figurvollends aus. Diese Neigung ist beständig ge-blieben und es scheint, daß sie mir gleichsam an-geerbt sein müsse, weil mein Vater ziemlich gutmalen konnte. Ich machte auch Versuche, allerleiBlumen und Kräuter zwischen Büchern zu trocknenund davon ein lebendiges Kräuterbuch zu ver-fertigen, denn das von meinem Vater ehemalsgemachte Kräuterbuch gefiel mir sehr, und ich hatteüberhaupt von meiner Jugend an eine mehr alsgemeine Lust zur Botanik. Wenn ich auch sonstetwas sah, was mir gefiel, so bemühte ich mich,es nachzumachen, wenns auch meine Kräfte undFähigkeit überstieg. Ich lernte auch aus eigenemTrieb das jüdisch-deutsche oder rabbinische sehr