Ich habe mich nie um dergleichen Gesprächebekümmert, und saß lieber bei den Mädchen amgewölbten Fenster, und lachte über ihr Lachen,und ließ mich mit Blumen ins Gesicht schlagen,und stellte mich böse, bis sie mir ihre Geheimnisseoder irgend eine andere wichtige Geschichte erzähl-ten. Die schöne Gertrud war bis zum Tollwerdcnvergnügt, wenn ich mich zu ihr setzte; es war einMädchen wie eine flammende Rose, und als siemir einst um den Hals fiel, glaubte ich, sie würdeverbrennen und verduften in meinen Armen. Dieschöne Katharine zerfloss in klingender Sanftmuth,wenn sie mit mir sprach, und ihre Augen warenvon einem so reinen, innigen Blau, wie ich esnoch nie bei Menschen und Thieren und nur seltenbei Blumen gefunden; man sah gern hinein undkonnte sich so recht viel Süßes dabei denken. Aberdie schöne Hedwig liebte mich; denn wenn ich zuihr trat, beugte sie das Haupt zur Erde, so dassdie schwarzen Locken über das erröthende Gesichtherabfielen, und die glänzenden Augen wie Sterneaus dunkelem Himmel hervorleuchteten. Ihre ver-schämten Lippen sprachen kein Wort, und auch ichkonnte ihr Nichts sagen. Ich hustete und sie zitterte.Sie ließ mich manchmal durch ihre Schwesterbitten, nicht so rasch die Felsen zu besteigen, und
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