Muthmaßu n gen.
riefen sie dann, „an wie vielen Nebeln diese Meu-ter schuld sind! Wie sie Europa in Brand gesteckthaben! Sie sind schuld an alle ihrem Blute, waswir vergossen, an allen Scheiterhaufen, die wir fürsie errichtet haben!" Das mag man wohl seltsameGegcnbeschuldigungen nennen; gleichwohl glaubtenviele daran und manche thun es auch noch. Dennman schläft so leicht in dem Schlendrian einer ein-mal eingeführten Ordnung der Dinge ein, der schonseit Jahrhunderten dauert! Und da die im sechzehn-ten eingeführte, durch eine doppelte Gewalt, durchden geistlichen Arm und den religiösen Fanatism un-terstützt war, die nichts verabsäumten, um sie aus-recht zu erhalten, so ist es offenbar genug, daß dieZeit keine heilsame Veränderung mit sich gebracht ha-ben würde, wäre sie nicht durch eine, zum wenig-sten derjenigen, die statt gefunden, gleiche Bewe-gung entstanden.
So zu betrachten, was sich hätte zutragen kön-nen, wenn es sich auch nicht zugetragen hat, heißtes nicht, gewissermaßen den Einfluß auseinandersetzen, den die Reformation aus den Zustand der