Vorrede des Verfassers. xxxi
Verfasser des Briefes scheint eine vorzüglicheVerehrung gegen Herrn von St. Martin zuhegen, einen Philosophen, der ihrer auch sehrwürdig ist, obwohl die Gleichgültigkeit seinerLandcslcute gegen ihn, nur allzusehr die Benen-nung des Unbekannten gerechtfertigt hat, dieer in der Aufschrift seiner Bücher annimmt. Inder letzten von ihm unter dem Titel: Ministersäs I'lioinms äs l'esxrit herausgegebenen Schrift,bitte ich Herrn von Laverne nachzulesen, wasdieser so religiöse und so aufgeklärte Denker vondem Catholiciöm im Gegensätze gegen das Chri-stenthum, S. 367. und folg. gesagt hat. Essey mir erlaubt, hier einige Stellen daraus an-zuführen :
„Das wahre Christenlhum ist nicht allein„früher als der Catholiciöm, sondern ftgar frü-„her als das Wort Christenthum selbst, da-gewesen. "
„Das Christenthum ist das Land der Be-freiung und der Freiheit; der Catholiciöm nichts„als die Pfianzschule des Christenthumö; er ist„das Land der Regeln und der Kirchenzucht des„Neophyten."
„Das Christenthum erfüllt die ganze Erde„gleichwie der Geist Gottes. Der Catholiciöm„erfüllt nichts als einen Theil des Erdkreises."
„Das Christenthum erweitert und dehnt die„Anwendung unserer intellektuellen Kräfte aus.„Der Catholiciöm verengert und begränzt den„Gebrauch eben dieser Fähigkeiten."