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Gottfried von Raesfeld : sein Geschlecht, sein Leben und sein Testament ; ein Beitrag zur Geschichte des westfälischen Adels
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Gottfried von Kaesfelcl.

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Münzrecht 1 zu Raesfeld verliehen hätte, das er aber aus Mangelan münzbarem Metall nicht hätte ausüben können. Nach der-selben Quelle überlebte ihn seine Frau Margarete, die ihn imKloster Marienthal bestatten ließ. Da sich die Genealogie fürletztere Nachrichten auf kirchliche Urkunden (Vikarien- und Me-morienstiftungen) beruft, dürfen wir dieselben wohl für richtig halten.

Die Münsterschen Chroniken 2 3 erwähnen zu dem Lebensendedes Bischofs Otto IV., der im Jahre 1424 starb, einen Johann vonRaesfeld, famulus, welcher Straßenraub getrieben haben soll. DerBischof Otto, der das Treiben desselben aus Altersschwäche nichthabe verhindern und strafen können, habe sich darüber so gegrämt,daß seine Krankheit schlimmer geworden und sein Tod beschleunigtworden sei. Hier kann nur einer der beiden Söhne Bitters gemeintsein, welcher, ist nicht auszumachen.

Von Bitters Tode ab trennte sich das Raesfeldsche Geschlechtin mehrere Linien, die wir nicht alle genau verfolgen werden, wirbeschränken uns im wesentlichen auf den Zweig, aus welchem Gott-fried von Raesfeld entsprossen ist, doch wird es gut sein, dieGenealogie der anderen Zweige bis zu Gottfrieds Zeitgenossen,besonders bis zu den in seinem Testamente benannten und bedachtenPersonen der Verwandtschaft kurz zu verfolgen.

Das Stammhaus fiel zunächst an Johann, den ältesten Sohn, demes, wie wir gesehen haben, Bitter II. bereits bei seinen Lebzeitenabtrat. Wenn nun die Raesfeldsche Genealogie, auf die freilich, wiewir bereits oben sahen, nicht viel Verlaß ist, meldet, daß das HausRaesfeld dem jüngsten Sohne Johann zugefallen sei, so kann das nur soerklärt werden, daß die Ehe Johanns des Älteren kinderlos blieb,und das Haus Raesfeld dann nach dessen Tode an Johann denJüngeren fiel. Dieser wird noch 1441 als c Johan van Raesvelde deOlde 3 2 in einer Urkunde als Fehmgerichtsbeisitzer erwähnt. Dessen

x ) Unter den Urkunden Kaiser Sigismunds (Regesta imperii XI, ed.Altmann 1896) findet sich nichts derartiges. Die von Sigismund mit' Achtund Aberacht belegten Ritter und Johann von Raesfeld sind Tater undSohn aus der Ostendorfer Linie. (LTk. a. a. O. Xo. 8497. 10713. 11040. 11981).

2 ) Münster. Geschiehtsquelleii I (1851) SS. 88. 152. 182.

3 ) Fahne: Chroniken u. Urkundenbücher. IV (1878) S. 58. Johann deOlde heißt er hier offenbar im Gegensätze zu dem um 1420 geborenenältesten Sohne Bitter’s II von Raesfeld-Osteudorf..