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1 (1905) Abschnitt 1 - 3
Entstehung
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die Reichsritterschaft sich widerrechtlich ihre Stellung angeeignet hätte,alles versuchten, die Reichsritterschaft als solche aufzulösen und dieselbelandsässig zu machen, war es eine Pflicht der Selbsterhaltung, wenn diezwischen den immer mächtiger werdenden Kurfürstentümern liegendenkleineren fürstlichen Herrschaften in gleicher Weise versuchten, die inner-halb ihrer Grenzen gelegene Reichsritterschaft einzuverleiben.

Ohne weitere Vorbereitungen ließen die Fürsten von HohenloheEnde des Jahres 1803 plötzlich in den Gebieten der innerhalb ihrerGrenzen gelegenen Reichsritterschaft mit bewaffneter Macht Patente be-kannt geben und anschlagen, welche besagten, daß die Fürsten vonHohenlohe sich bewogen fühlten, die in ihren Gebieten angesessenenVasallen und bisherigen Mitglieder der Reichsritterschaft samt ihrenUntertanen und Hintersassen der fürstlichen Lehenshoheit zu unterwerfen.

So erschienen am 26. Dezember 1803 in Morstein zwei Kommissäre,welche unterstützt durch eine Macht von zwei Offizieren, vierzig MannFürstlich Hohenlohisch-Kirchbergischen Militärs, die Besitzergreifung derFrhrl, von Crailsheimschen Machtgcbiete zu Morstein mit Umgebungund Anheftung der Patente vornahmen.

Die Freiherren von Crailsheim legten sofort scharfe Verwahrungdagegen ein und ließen den Fürsten von Hohenlohe die ihnen persönlich über-sandten Bcsitzergreifungspatente zurückstellen. Die Abnahme der übrigen,in den Dörfern angeschlagenen Patente war nicht ohne Gewalt vor sichgegangen und hatte zu einem Scharmützel zwischen den Crailsheimschenaufgebotenen Untertanen und der Hohenlohschen Truppe geführt. UnseresWissens hat die Kriegsgeschichte bisher in ihren Blättern diese Wasfentatnicht aufgezeichnet. Wir wollen diese Lücke ausfüllen und lassen daherden Bericht des Crailsheimschen Amtmanns Wucherer über die Affairehier folgen:

Uslakion.

Geschehen den 30. Dezember 1803.

Auf den gestern Nachmittags 3 Uhr durch den rückkehrendcn Expresseneingekommenen hohen gemcinherrschaftlichen Befehl vom 29. dieses Monatsbegab ich mich, der Beamte allhier, in Begleitung des Refier-JägcrsBechstadt und des Amtsdieners Honig in möglicher Eile vor das hiesigeWirthshaus, woselbst das Fürstlich Hohenlohische Besitz-Ergreifungs-Patentangeschlagen war. Der Amtsdiener nahm solches herab, und als derdabei Wache stehende Soldat sich mit dem Bajonet zu widersezzen suchte,