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1 (1905) Abschnitt 1 - 3
Entstehung
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berg; ferner 1000 M. der Diakonissenanstalt für Kinderpflege zu Würz-burg und 300 M. dem katholischen Lehrlingsverein daselbst; außerdemje 200 M. dem Verschönerungs- und Tierschutzverein zu Würzburg.

Die Stiftung Agnes von Crailsheim, welche teilweise als eineFamilienstiftung aufgefaßt werden kann, ist bei den Familienstiftungenbesprochen.

e) Saunlienstistungen.

Hier sind in erster Linie die großartigen, den hervorragendenF amiliensinn des edlen Stifters bekundenden Familienstiftungcn Krafftsvon Crailsheim zu erwähnen:

Am 8. Februar 1702 errichtete Krafft von Crailsheim die„Neuhaus-Walsdorfsche Stiftung", auch „Durchgehende der Crails-heimschen Familie, Erbverbrüderung oder Erb- und Stammvergleich".Danach wurden die Güter Neuhaus und Walsdorf zu stets unver-äußerlichen Stiftungsgütern gemacht, deren Renten den einzelnen Herrenvon Crailsheim zukommen. Inhaltlich derselben Urkunde vom8. Februar 1702 stiftete Krafft von Crailsheim ein Kapital von30000 fl. zur wissenschaftlichen Ausbildung und Erziehung der SöhneFamilienangehöriger — sogenannte kleine Familien-Fideikommiß-Stiftung.

Am 11. Mai 1705 errichtete Krafft von Crailsheim ein Testa-ment mit der Bestimmung, daß nach dem Tode seiner Frau sein ganzesVermögen in eine Masse gebracht werden solle und von deren Erträg-nissen die Söhne der Familie von Crailsheim vom 11. bis 23. Lebens-jahre Erziehungspräbenden erhalten sollen. Die am 8. Januar 1712dieser sogenannten größeren Familien-Fideikommiß-Stiftung zugeführteSumme betrug 155 390 fl. (Näheres über diese Stiftungen und dieBestimmungen siehe bei Krafft von Crailsheim und Handbuch derFrhrl. von Crailsheimschen Familie von Sigmund Freiherrnvon Crailsheim, S. 17 ss.)

Zu erwähnen ist hier auch die Stiftung des Bruders der GemahlinJohann Ulrichs von Crailsheim, Anna Rosina, geb. von Kresser,welcher am 21. Januar 1704 ein Kapital von 20 000 fl. zu dem Zweckestiftete, daß dessen Zinsen zur Unterstützung studierender und auf Reisenbefindlicher Söhne adeliger, dem Ritterkanton Altmühl inkorporierterFamilien oder zur Ausstattung der Töchter solcher Familien verwendetwerden sollen. Zu bevorzugen sind die Deszendenten der Anna Rosina