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7. Entstehung der Reichsritterschaft in Franken.
Anteilnahme der Herren von Crailsheim an deren Entnnckelung undan den sonstigen geschichtlichen Ereignissen dieser Zeit.
Wir wollen nun weiter sehen, wie die durch ihren teilweisen Zu-sammenschluß immer mächtiger werdende Ritterschaft zu der eigentlichenReichsritterschaft sich entwickelte und als solche eine nicht unbedeutendeRolle in der Geschichte Frankens seit dem XV. Jahrhundert spielte.Unrichtig ist es sicherlich, deren Entstehen schon in die Zeiten des großenZwischenreiches oder gar schon in jene der gesprengten Herzogtümer zuversetzen.
Die Lehre, welche die deutsche Ritterschaft von der romanischenmit ihrer ganzen Romantik nahm, und die meistenteils daraus hervor-gegangenen Kreuzzüge hatten unter der deutschen Ritterschaft den Grundzum Ordenswesen gelegt, das nach den Kreuzzügen mächtige Triebe ent-faltete. Diesen Institutionen ist es teilweise zuzuschreiben, daß mit derZeit der korporative Sinn der Ritterschaft sich immer mehr ausprägte.Besonders aber war es der Selbsterhaltungstrieb, der die Ritterschaftzu engerem Zusammenschlüsse aufmunterte und zwang. Die Macht derweltlichen und geistlichen Fürsten nahm immer mehr zu, je mehr dieOhnmacht der Kaiser wuchs. Die Fürsten suchten ihre Rechte und Ge-biete immer mehr zu vergrößern auf Kosten der Macht des Kaisers undder Stellung der Reichsritterschaft. Die freie Reichsritterschaft kam da-durch in Gefahr der Gewalt der Mächtigeren zu unterliegen und voll-ständig landsässig zu werden, wodurch sie ihre Rechte und freien Besitz-tümer fast ganz verlieren mußte. Das zwang die Reichsritterschaft, aufihre eigene Kraft zu pochen und zur Ausnützung derselben sich immermehr zu Bündnissen zusammenzuschließen. Dieses Bestreben der Reichs-