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1 (1905) Abschnitt 1 - 3
Entstehung
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5. Alter und Adelsstand des Geschlechtes von Crailsheim.

Tacitus schon schildert uns das kriegerische Gefolge der Edlen inFranken, und wir finden im fränkisch-karolingischen Zeitalter die Großendes Landes umgeben von einem Gefolge, welches wohl aus dem ein-sässigen Adel des Landes sich zusammengesetzt hat.

Bis auf diese Zeiten der fränkischen Geschichte können wir natürlichdas Geschlecht der Herren von Crailsheim nicht urkundlich zurückverfolgen,sowohl weil es an den diesbezüglichen Urkunden fehlt, als auch, da esüberhaupt unmöglich ist, ein Geschlecht als solches weiter hinauf zu ver-folgen, indem vor dem XI. Jahrhundert in Deutschland überhaupt keineGeschlechtsnamen existierten. Als eine der ältesten Urkunden darf wohldie der Grafen von Henneberg von 1037 ss. Schuttes, Henneberg. Ge-schichte I, 27) angesehen werden.

Wie wir nun vorher bis zur Gewißheit nachgewiesen zu habenglauben, hat nicht die Stadt Crailsheim dem Geschlechte der Herren vonCrailsheim den Namen gegeben, sondern umgekehrt. Erst mußte einer,der sich ganz besonders mit dem Kreut hervorgetan hat und dadurchdiesen Beinamen erhielt, eine Burg an den Ufern der Jagst gebauthaben, um danach der Burg und der darum entstehenden Ansiedelungden Namen des Heimes des Kreut d. i. Crailsheim zu geben.

Da nun, wie schon erörtert, der Name Crailsheim zuerst 096 aller-dings in einer unechten Urkunde genannt wird, ganz urkundlich sicher aber1178 Erwähnung findet, so können wir mit Bestimmtheit behaupten,daß die Borfahren des Geschlechtes der Herren von Crailsheim zu dieserZeit schon ein nicht unbedeutendes, freies Adelsgeschlecht waren, da sieeine genügend wichtige allgemeine Rolle spielten, um einen durch Tüchtig-keit erworbenen Beinamen zu bekommen, denselben sich zu erhalten undauf die Nachkommen zu übertragen, wie auch genügend Macht befassen,um sich eine freie eigene Burg an den Ufern der Jagst zu bauen und