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Wappen und Devise der Nerven von Crailsheim.
Die Bezeichnung Wappen — armg, — findet sich erst gegen Endedes XII. Jahrhunderts für das Schildzeichen, d. i. das auf dem Schildegetragene Bild; früher bezeichnet es nur das Schwert. Erst anfangsdes XIII. Jahrhunderts bezeichnet es das Schild- und Helmzeichcn. NachEinbürgerung der Topfhclme (oa. 1230) trat ein selbständiges und erb-liches Helmzeichen zu den Wappen. Von da an wurde es Sitte, diebeiden Embleme zu einem Gesamtbilde zu vereinigen, indem man demgelehnten Schilde den Helm aufstülpte. Aber erst gegen den Schluß desXIV. Jahrhunderts galten, wie noch heute, Schild und Helm als not-wendige Bestandteile des Wappens.
In der Haller Chronik von Herold heißt es: „Der Adel hat zurvollen Versicherung auf dem Schild ein Helm und kleinat, gewöhnlichHörner oder Flügel, daher daß die Hörner die kunn (kundige) handtgegen den Feinden, aber die Flügel hohen Verstand mit Rathen dengemeinen nutz zu fürsten zu bedeuten haben." Später kamen erst dieZeichen in den Schildern (Löwen :c.) auf, für eine einmal von einemMitgliedc des Geschlechtes ausgeführte spezielle Tat.
Wie alt das Wappen der Herren von Crailsheim ist, ist unbekannt;jedenfalls aber so alt, als es Sitte ist, Wappen zu führen. Es gilt alsGrundsatz der Heraldik: je einfacher die Wappen sind, desto älter sind sie,und man kann deshalb auch aus der großen Einfachheit des von Crails-heimschen Wappens auf dessen Alter schließen.
Das Crailsheimsche Wappen vereinigt die Farben des alten deutschenReiches in einfacher und geschmackvoller Zusammenstellung in sich. Esentging auch glücklicherweise gelegentlich der Erhebung der Familie in denReichsfreiherrnstand der Gefahr, durch Zutaten verunstaltet zu werden,wie dies bei vielen Wappen der Fall war. Das Wappenschild trägt auf
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