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1 (1905) Abschnitt 1 - 3
Entstehung
Seite
XLVII
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XI.VII

Aa in dm heutigen Tagen die Rechte des Adels auf ein geringesMaß beschränkt sind, und die Stellung desselben als Stand fast nurnoch eine historische Tatsache ist, wurde bei demselben immer mehr dasBestreben rege, wenigstens die Geschichte und Abstammung von edlenVorfahren nicht ganz der Vergessenheit anheimfallen zu lassen, und sohaben es schon verschiedene Nachkommen edler Geschlechter versucht, zusammeln, was überall zerstreut, von den Ahnen und deren Geschlecht,zu finden war, und dieses alles in eine mehr oder minder vollständigeFamiliengeschichte zusammenzufassen. Dieses Bestreben ist ein edles undgutes zu nennen; denn es wird dadurch der allgemeinen Geschichte einnicht geringer Dienst erwiesen, indem ja jede Familiengeschichte einesin Deutschland entsprossenen Geschlechtes einen Teil der deutschen Ge-schichte ausmacht, jede Geschichte eines fränkischen, uralten Rittergeschlechtesmit der fränkischen Geschichte insbesondere aufs innigste verbunden ist;es wird aber auch vom Verfasser einer Familiengeschichte den Gleichzeitigenund Nachkommen der Ruhm und Glanz ihrer Ahnen vor Augen geführt,nicht um ihnen falschen Ahnenstolz einzuflößen, sondern vielmehr um siezu crmahnen, ihrer würdig zu werden und ihnen zu zeigen, daß nichtein zufälliges Geschick den Vorfahren den Adel verlieh, sondern daßwirklich edle Gesinnung, Tugend und Tapferkeit dem Adel der Seele denverliehenen Standesadel beigesellte.

Der Verfasser der Nachrichten von einigen Häusern des Geschlechtesderer von Schlüssen, Sliven oder Slivingen genannt, sagt: „der Adelwar die ehemalige Grundfeste, war gleichsam selbst der Urstosf von demgotischen Staatsgcbäude des deutschen Gemeinwesens. Endlich scheint