Druckschrift 
10 (1828)
Entstehung
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293
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ftn nicht, daß wider Ketzerey streiten, sey wider den Teufel strei-ten, der die Herhcn mit Irrthum besetzt, wie Paulus sprichtEphes. 6, 12: Wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kampf-fen, sondern mit der geistlichen Bosheit, mit den Fürsten, diediese Finsterniß regieren w. Darum so lange man nicht denTeufel abstößt, und von dem Hertzen jagt, so ists ihm eben,wenn ich mit Schwerdt oder Feuer seine Gefasst umbringe, alswenn ich mit einem Strohhalm wider den Blitz stritte. Dashat alles reichlich Hiob am 41, 18. bezeuget, da er sagt, wie derTeufel Eisen wie Stroh achte, und keine Gewalt auf Erdenfürchte. Man siehet es auch wohl in der Erfahrung. Denn obman gleich alle Jüden und Ketzer mit Gewalt verbrennete, so istund wird doch keiner dadurch überwunden noch bekehret. Dock)solche Welt soll solche Fürsten haben, daß ja kein Theil seinesAmts warte. Die Bischöffe sollen das Wort Gottes lassen lie-gen, und die Seele nicht damit regieren; sondern sollen den welt-lichen Fürsten befehlen, daß dieselben mit dem Schwerdt daselbstregieren. Wiederum, die weltliche Fürsten sotten Wucher, Raub,Ehebruch, Mord, und andere böse Wercke lassen gehen und selbsttreiben, darnach die Bischöffe lassen mit Bannbriefen strafen, undalso den Schuh fein umkehren; mit Eisen die Seelen, und mitBriefen den Leib regieren, daß weltliche Fürsten geistlich, undgeistliche Fürsten weltlich regieren. Was hat der Teufel sonst zuschaffen auf Erden, denn daß er mit seinem Volck auch gauckele,und Fastnachtspiel treibe? Das sind unsere Christliche Fürsten,die den Glauben vertheidigen und den Türcken fressen. Ja frey-lich feine Gesellen, auf die wohl zu vertrauen ist.- sie werden mitsolcher ihrer Klugheit etwas ausrichten, nemlich, daß sie den Halsstürtzen, und Land und Leute in Jammer und Noth bringen.Ich wollte aber den verblendeten Leuten gar treulich rathen, daßsie sich vorsehen vor einem kleinen Sprüchlein, der im 107. Ps.,40. stehet: Usiunckit cantemptum sriper Principes. Ich schwöreeuch bey Gott, werdet ihrs versehen, daß diß kleine Sprüchleinüber euch in den Schwang kömmt, so seyd ihr verloren, wennauch euer jeglicher so machtig als der Tüccke wäre, und wird eucheuer Schnauben und Toben nichts helfen. Es ist schon ein großTheil angangen. Denn gar wenig Fürsten sind, die man nichtfür Narren oder Buben halt. Das macht, sie beweisen sich auchalso, und der gemeine Mann wird verständig, und der FürstenPlage (die Gott contcniptum heißt,) gewaltiglich daher gehet,unter dem Pöbel und gemeinen Mann; und sorge, ihm werde

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