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10 (1828)
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Capitel lZ.

mißlich cmpfahen. Was willst du nun mehr haben? Alles, wasdu thust, das soll gut und angenehm und du das liebe Kind fern,und kannsts nicht verderben. Ob du gleich auch noch gebrechlichbist, und, wie ein Kind oder Krancker, unterweilen dich unreinmachest: so will er dich doch nicht so bald hinwegwerfen, sonder»,immerdar dich reinigen und bessern. Zudem sollst du auch dieMacht, Ehre und Herrlichkeit haben, daß, was du nur bittest,soll dir widerfahren. Hast du nun einen Mangel oder Noth, stdich drücket: so ruffe nur zu ihm und thue den Mund getrostauf, wie ein Kind gegen seinen Vater, welcher ihm laßt alles ge-fallen, was das Kindlein thut, so sichs nur zum Vater halt, son-derlich, so es kindlich mit ibm lallet, und etwas von ihm bittet,daß er gerne alles thut und gibt, was das Kind haben soll. Ja,nicht allein das, sondern er sorget für das Kind, und dencketnicht anders, denn, wie er ihm alles, was es bedarf, schaffe undgebe. Solches sollt ihr, spricht Christus, euch gewißlich zu mei-nem Vater und mir versehen, so ihr nur in dem Stamme unddie Reben am Stocke bleibet.

8. Darinnen wird mein Vater geehrct, daß ihr viel Früchtebringet und werdet meine Jünger.

Ich will euch noch höher preisen euer Christlich Leben, willer sagen, daß ihr dadurch nicht allein alles Gutes thun und allesUnglück durch das Gebet könnet überwinden und abwenden, son-dern auch die Leute seyd, durch die mein Vater geehret wird, unddie Priester und Gottes Diener, die da ohne Unterlaß meinemVater heilige, angenehme Opffer thun.

Das heißt unsere Wercke nicht allein auf Erden gepreisetals gute Früchte, sondern auch gen Himmel gehaben und Gottegeopffert, daß er sie annimmet für seine sonderliche Ebre und alsseinen höchsten Dienst. Wie könnte man nun ein Christlich Le-ben höher rühmen, und womit sollte man jemand starcker darzureihen und vermahnen, denn daß es solche Früchte, Nutzen undEhre bey Gott hat!

Was ist aber, das er dazu setzet: Daß ihr meine Jüngerwerde t? Sind sie nickt zuvor seine Jünger? Oder wie, sollen siees erst durch ihre Wercke werden? Was wäre denn Christus undwas er bisher gesagt hat, (N. S.) daß man ohne ihn nichts thunkann und reine Frucht bringen? Antwort: Siehe aber, wasChristus für ein Mann ist; er ist der, der die Kunst am bestenkann. Denn alles, was er thut, das ist recht und wohl gethan,und was er nur bittet, das ist ungezweifelt Ja und erhöret, und