Capitel 16.
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Zum dritten: Man sammlet sie und wirft sie ins Feuer,und verbrennet sie. Sie Habens nun gar in den vorigen zweyenStücken, und konntens nicht arger machen; darum ist nun nichtsmehr, denn die Strafe zu warten. Weil sie nicht in Christosind blieben und wieder kommen wollen, so wird er ihnen daswieder thun, und sollen das dagegen leiden, daß man sie zusam-i mcn raffe und binde, und nur ins Feuer werfe, daß sie ver-
brennen.
Das ist das endliche Urtheil, dem sie nicht entgehen sollen.Darum hüte dich, daß du nicht in den greulichen Fall gerathest.Denn es soll denen nicht geschenckt werden, so nicht in Christowollen bleiben, ja mit Verstockung sich dawider setzen, und dochsicher hingehen , als seyn sie wobl dran, sondern ist beschlossenund das unwiderrufliche Urtheil gesprochen, daß sie sollen hinge-rafft und in ein Bündlein gesammlct werden zum ewigen Feuer.7. So ihr in mir bleibet und meine Worte in euch blei-ben, werdet ihr bitten, was ihr wollet, und es wirdeuch widerfahren.
Siehe doch, wie hoch preiset der Mann ein Christlich Le-ben. Wo es jemand nicht verstanden hatte, oder gerne fragenwollte: Lieber, wie bleibet man doch in Christo? Wie bin ichoder bleibe ein Reben in diesem Weinstocke? so setzt er hier dieGlosse dazu, und spricht: Habe nur acht auf mein Wort; denndaran liegts alles, ob mein Wort in dir bleibe, das ist, so duglaubest und bekennest die Arkickel, so der Kinder Glaube lehret(Ich glaube an Jesum Christum, unsern Herrn, für mich gecreu-tziget, gestorben, auferstanden, sitzend zur Rechten des Vaters,) undwas daran hanget, und dabey bleibest, und bereit bist, darüberalles zu wagen und zu lassen, ehe du andere Lehre oder Werckewolltest annehmen. Bleibest du nun also in dem Worte, so7,tl bleibe ich in dir, und wiederum du in mir, und sind also beydein einander gewurtzelt und verleibet, daß mein Wort und deinHertz ein Ding worden ist, und darfst nicht weiter fragen, wieich in dir stecke, oder du in mir; denn das wirst du in jenemLeben sehen. Jetzt aber kannst du es nicht anders fassen nochverstehen, denn daß du mein Wort habest, und durch den Glau-ben in meinem Blut gewaschen und durch meinen Geist gesalbetund versiegelt seyst: so ist denn alles, was du lebest und thust,wohlgethan und eitel gute Früchte.
Und nicht allein sollet ihr das haben, sondern auch, wasihr alsdenn bitten werdet, dessen sollet ihr gewahret seyn und ge-