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Capitel 14. 177
zu trösten (wicwol sie es noch nicht verstehen). Als sollte er sa-gen- Wolan, komm her, und versuche, was du kannst, friß undwürge, wie du willst. Aber du sollst an dem Bißlein zu kauenund zu schlingen haben, daß du davon erwürgen mußt. Ich willdir wieder aus dem Bauche reisten, daß du mußt mich und vielmehr, die du gefressen hast, wieder lassen. Und daß ich solchesleide, thue ich nicht darum, als wäre ich dem Teufel nicht starckgenug, den ich oft ausgeworfen und vertrieben habe, sonderndarum, daß es soll kund werden in der Welt, daß ich meinemVater gehorsam bin, und daß man an mir sehe und erfahre desVaters Willen, daß ich euch durch mein Blut und Tod erlösen soll.
Also tröstet und ermähnet er sich selbst wider den leidigenTeufel. Denn es gehet ihm nun unter die Augen, und beginnetdas Hertz zu treffen, daß er so gar jammerlich soll verlassen seyn,gelästert und aufs schändlichste gehandelt werden; aber es schadetnicht. Laß nur hergehen, weil es der Vater will, daß der Teufelsoll überwunden und geschwächt werden, nicht durch Macht undKraft und herrliche Wunderthat, wie zuvor durch mich geschehenist, sondern durch Gehorsam und Demuth, in der höchstenSchwachheit, Ereutz und Tod- daß ich mich unter ihn werfe undmein Recht und Macht fahren lasse, aber eben dadurch alle seinRecht und Macht ihm wieder abschlage und gewinne, daß er auchan euch kein Recht und Macht habe, weil er mich ohne alleSchuld angreissct und ermordet, und alsdenn vor mir muß wei-chen und fliehen, so weit die Welt ist, durch seine eigene Schuldverurtheilt und verdammt. Das soll alsdenn in aller Welt ge-prediget und offenbar werden, daß ich solches gethan habe, nichtaus Unkraft oder Ohnmacht, sondern aus Gehorsam des Vaters,den Teufel also zu überwinden, daß dadurch seine Ehre, beyde,seiner göttlichen Gnade und Güte gegen uns, und seiner allmäch-tigen Gewalt wider den Teufel, gepreiset und ausgebreitet, unddie Christen dadurch getröstet und gestärcket, und also des TeufelsReich gantz und gar zerstöret werde. Amen.