Capitel 14.
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chcn, daß ihr des geringen Mangels (daß ich leiblich von euchgehe, item, daß ihr müsset in der Welt äußerlich Leiden haben,)wohl und überreichlich ergötzet werdet. Laßt euch nur das nichterschrecken, ob ihr sehen werdet mich so schändlich und jammerlichgecrcutziget, und ihr verstreuet und in großem Elend und Jam-mer seyn werdet vor der Welt und eurem Fühlen nach; es sollnicht so böse seyn, als sichs laßt ansehen. Denn solcher äußerli-cher Jammer und Betrübniß, Verfolgung und Plagen, soll nichtewig wahren, noch stets bleiben; denn ich will wieder zu euchkommen und euch erfreuen, beyde, leiblich und geistlich.
Das hat er auch also gethan. Leiblich ist er von ihnengangen die drey Tage seines Leidens aus diesem Leben, aber amdritten Tage wieder zu ihnen kommen, und sich lebendig erzeiget;da sind sie wieder fröhlich worden, und angefangen, diß, so er ih-nen hier zuvor gesagt, zu verstehen. Aber solch sein Weggehenist nicht allein zu deuten auf die drey Tage, so er sichtbarlich vonden Aposteln gegangen und wiederkommen ist, sondern thut im-merdar beydes geistlich den seinen Christen, daß sie sich dieses Tro-stes (daß er, berde, von ihnen gehet und wieder kömmt) auchsollen annehmen. Und ob sichs in Anfechtung also fühlet, alshaben sie Christum verloren: doch so an ihn glauben, als feineSchüler und Jünger, seine Taufe und Wort haben, und an sei-nem Tisch taglich mit ihm essen, (bei dem Sacramcnt seines Lei-bes und Blutes,) die sollen nicht darum verzagen, ob sie ihnnicht gegenwartig fühlen mit seinem Trost, Kraft, Stärcke, Ret-tung und Hülfe, und scheinet, als habe er sie allein gelassen unterden Feinden, in Schwachheit und Tra. in, fondern sollen sichdes Trostes aufhalten, daß er ihnen alhier zusagt, er wolle zu ih-nen kommen:c.
23. 29. Hättet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, daßich gesagt habe, ich gehe zum Vater; denn der Vaterist größer, denn ich. Und nun habe ichs euch gesagt,ehe denn es geschieht, auf daß, wenn es nun geschehenwird, daß ihr glaubet.
Das ist auch ein tröstlicher Zusatz. Was wollt ihr euch be-kümmern meines Weggehens? Ihr sollt euch vielmehr freuen.Denn wo gehe ich hin? Nicht in die Hölle, sondern zum Vater,in das herrliche, ewige Reich, und thue es euch zu gute, daß ichauch euch zur Herrlichkeit bringe. Darum, wo ich nicht wegge-hen wollte, so sollt ihr mich dazu halten und treiben, und euchdazu freuen und guter Dinge seyn, daß ichs nur bald thäte.