Druckschrift 
10 (1828)
Entstehung
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105
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Vorrede auf die Offenbarung St. Johannis. 105

gen nun fast eitel Trostbildcr vom Ende solcher aller Wehe undGreuel.

23. Im 14. Cap. sahet an Christus zuerst mit dem Geisteseines Mundes zu todten (wie St. Paulus 2. Thess. 2, 8., sa-get) seinen Endechrist, und kommt der Engel mit dem Evangeliowider das bittre Buch des starcken Engels. Und stehen nun wie-derum Heilige, auch Jungfrauen, um das Lamm her, und predi-gen recht. Auf welch Evangelium folget des andern EngelsStimme, daß die Stadt Babylon fallen soll, und das geistlichePasstthum untergehen.

24. Weiter folget, daß die Ernte gehalten wird, und die,so am Pabstthum wider das Evangelium beharren, ausser dieStadt Christi in die Kelter göttliches Zorns geworfen werden.Das ist, durchs Evangelium werben sie, als von der Christenheitabgesondert, verurthelet zum Zorn Gottes, welcher ist viel, unddie Kelter gibt viel Bluts. Oder vielleicht mag noch wol etwaeine redliche Strafe und Urtheil vorhanden seyn über unsereSünde, die aus dermaassen und überreif sind.

25. Darnach im 15. und 16. Cap. kommen die sieben En-gel mit den sieben Schaalen-, da nimmt das Evangelium zu, undstürmet das Pabstthum an allen Enden durch viel gelehrte frommePrediger, und wird des Thiers Stuhl, des Pabsts Gewalt, fin-ster, unselig und veracht. Aber sie werden alle zornig, und weh-ren sich getrost. Denn es gehen drey Frösche, drey unsaubereGeister, aus des Thieres Maule, reihen damit die Könige undFürsten wider das Evangelium. Aber es lulft nicht, ihr Streitgeschieht doch zu Harmaggeddon. Die Frösche sind die Sophi-sten, als Faber, Eck, Emser :c., die viel gacken wider das Evan-gelium, und schaffen doch nichts und bleiben Frösche.

26. Im 17. Capitel wird das Kayserliche Pabstthum undPabstliche Käyserthum gantz von Anfang bis ans Ende in einBild gefastet, und gleich in einer Summa vorgestellt, wie es nichtssey, (denn das alte Römische Reich ist langst dahin,) und seydoch; (denn es sind ja etliche Lander, und dazu die Stadt Romauch noch da.) Solch Bild wird hier vorgestellet, gleichwie maneinen Uebelthäter öffentlich vor Gerichte stellet, daß er verurthei-let werden soll. Auf daß man wisse, wie diß Thier auch nunbald soll verdammt, und wie St. Paulus, 2. Thess. 2, 8. saget,durch die Erscheinung und Zukunft unsers Herrn zerstöret wer-den. Welches sahen an, wie er im Text saget, auch des Pabst-