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10 (1828)
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97
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Vorrede auf die Epistel an die Ebräer.

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verleugnet, sintemal Christus darum ins Fleisch kommen ist, daßer uns, ohne unsere Wercke, allein durch sein Blut fromm undselig machete.

3. Also streitet die Epistel wider beyde Theile, wider die, sogar ohne Wercke seyn wollen im Glauben, und wider die, so mitUercken wollen fromm werden, und behalt uns auf rechter Mit-telstrasse, daß wir durch den Glauben fromm und der Sünde loswerden, und darnach auch, wenn wir nun fromm sind, guteWercke und Liebe um Gottes willen üben, frey, ohn alles Gesuch.

4. Die andern zwo Episteln sind nicht Lehrepisteln, sondernExempel der Liebe und des Glaubens, und haben auch einen rech-ten apostolischen Geist.

Vorrede auf die Epistel an die Ebräer.

Bishero haben wir die rechten gewissen Hauptbücher desNeuen Testaments gehabt. Diese vier nachfolgenden haben vorzeitm ein ander Ansehen gehabt. Und aufs erste, daß diese Epifiel an die Ebräer nicht St. Pauli, noch einiges Apostels sey, be-weiset sich daher, daß im 2. Cap., 3. stehet also.- Diese Lehre istdurch die, so es selbst von dem Herrn gehöret haben, auf unskommen und blieben. Damit wird es klar, daß er von den Apo-steln redet, als ein Jünger, auf den solche Lehre von den Apo-steln kommen sey vielleicht lange hernach; denn St. Paulus,Gal. 1, 1., machtiglich bezeuget, er habe sein Evangelium vonkeinem Menschen, noch durch Menschen, sondern von Gott selbst.

2. Ueber das hat sie einen harten Knoten, daß sie am 6.und 10. Cap. stracks verneinet und versaget die Busse den Sün-dern nach der Taufe; und am 12, 17. spricht: Esau habe Bussegesucht und doch nicht gefunden, welches, wie es lautet, scheinetwider alle Evangelia und Episteln St. Pauli zu seyn. Und wie-wohl man mag eine Glosse darauf machen, so lauten doch dieWorte so klar, daß ich nicht weiß, obs gnug sey. Mich düncket,es sey eine Epistel, von vielen Stücken zusammen gesetzet undnicht einerley ordentlich handele.

3. Wie dem allen, so ists je eine ausbündige, feine Epistel,X. 7