Druckschrift 
10 (1828)
Entstehung
Seite
91
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Vorr. auf d. 2 Ep. St. Pauli an d. Thess. u. 1 Ep. St. Pauli an Tiin. 9t

bige kommen soll behende und schnell, und gibt ihnen etliche guteOrdnungen vor, die andere zu regieren, und wie sie sich gegen derandern Lehren und Leben halten sollen.

Vorrede auf die andere Epistel St. Pauli an dieThessalonicher.

1. In der ersten Epistel hatte St. Paulus denen Th.essalo-nichern eine Frage aufgelöset vom Jüngsten Tage, wie derj'elbigeschnell, als ein Dieb in der Nacht, kommen wird. Wie es nunpflegt zu kommen, daß immer eine Frage die andere gebierst, ausfalschem Verstände, verstunden die Thefsalonicher, der JümgsteTag wäre schon vorhanden. Darauf schreibet er diese Epistelund erkläret sich selbst.

2. Im ersten Capitel tröstet er sie mit der ewigen Beloh-nung ihres Glaubens und Geduld in allerley Leiden, und mit derStrafe ihrer Verfolgung in ewiger Pein.

3. Im andern lehret er, wie vor dem Jüngsten Tage dasRömische Reich zuvor muß untergehen und der Endechrist sichfür Gott aufwerfen in der Christenheit, und mit falschen L ehrenund Zeichen die ungläubige Welt verführen, bis daß Christuskomme, und verstöre ihn durch seine herrliche Zukunft, und miteiner geistlichen Predigt zuvor todte.

4. Im dritten thut er etliche Ermahnungen, und sonderlich,daß sie die müssigen, und die sich nicht mit eigener Hand nähren,strafen, und, wo sie sich nicht bessern, meiden sollen, welches garhart wider den jetzigen geistlichen Stand lautet.

Vorrede auf die erste Epistel St. Pauli an Timothsum,

1. Diese Epistel schreibt St. Paulus zum Vorbilde allenBischöffen, was sie lehren und wie sie die Christenheit in allerley