Druckschrift 
9 (1828)
Entstehung
Seite
261
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Capitel 6, 26 l

jetzt die Wapen Christi an die Wände mahlet, oder auf Tafeln,sondern in meinem eigene» Leibe, nicht in einem fremden. Wasmeynest du, daß das möchte helfen, wenn du auch im Goldeoder Smaragd die Waffen Christi, ja auch die Nagel selbst trü-gest, und hattest doch das rechte lebendige Bildniß des LeidensChristi in deinem lebendigen Leibe nicht gefühlet.

Es mögen auch wol die Maalzeichen bedeuten die mancherleyVerfolgung Pauli und allerley Leiden, die wir am Leibe umChristi willen tragen. Die Maalzeichen aber Mosis und der Bi°schösse und Kayser sind die Beschneidung und die Wercke dermenschlichen Gesetze, die jetzt allein allenthalben gesehen werden,und diesclbigen durch mancherley Weise immerzu anders und an-ders, daß auch kaum der Kayser mit allem seinem Adel so man-cherley Wapen hat.

18. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sey mit eurem Geist,lieben Brüder, Amen.

Also beschlossen die Apostel ihre Briefe; dafür die Menschensprechen: Vale, sey gesund, oder, lebe wohl. Die Gnade, sprichter, unsers Herrn. Nicht der Zorn des Gesetzes, welches durchden Knecht Mosen gegeben ist worden, sondern die Gnade undWahrheit, so durch Christum kommen ist.