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9 (1828)
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27
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Predigt am neunten Sonntage nach TrinitatiS. 27

sagt), mit Furcht und Zittern dein eigen Heil erstreitest. Phil.2, 12.

Es hat euch noch keine, denn menschliche Versuchungbetreten; aber Gott ist getreu, der euch nicht laßt versu-chen über euer Vermögen.

Ich muß euch dennoch nicht zu hoch erschrecken (will er sa-gen), sondern auch etwas trösten; denn ihr habt bisher noch nichthöhere Anfechtung gehabt, denn vom Fleisch und Blut, und un-ter euch selbst, da etwa einer den andern verachtet und Unrechtthut, Hurercy und ander Aergerniß mit unterlauft: das ist wolnicht gut und fein; darum müsset ihr zusehen, daß ihr euch bes-sert, damit es nicht arger mit euch werde; denn, sollte euch derTeufel selbst recht angreifen mit falscher Lehre und Geisterey, undhohen geistlichen Anfechtungen, als mit Gottes Versuchung, wiejene, und auch der Heiligen viel angefochten sind (wie St. Pe-trus und andere); so würdet ihr nicht können bestehen, denn ihrseyd noch zu schwach, und neue unversuchte Christen. Darum dan-cket Gott, der es noch mit euch so machet, daß ihrs ertragen kön-net, und über euch halt, das euch zum besten reichet, und darumdurch sein Wort vermahnet, daß ihr euch vorsehet, auf daß ihrnicht weiter in Versuchung fallet.

Predigt am zehenten Sonntage nach Trinitatis.

1. Corinth. 12, 1 11.

Eine vecmahnung zur Einigkeit des Geistes, und zum rechtenGebrauch der geistlichen Gaben.

Ä)iese Epistel redet von geistlichen Sacken, die am meisten be-treffen das Predigtamt, und die, so der Kirchen vorstehen. Diesevermahnet St. Paulus, wie ein jeder in seinem Amte seiner Ga-ben, so er hat, soll gebrauchen zu Nutz der andern, und damitdienen zur Einigkeit und Erbauung der Kirchen.

Ihr wisset, daß ihr Hevden gewesen seyd, und hinge-gangen zu den stummen Götzen, wie ihr geführet wurdet.Er redet sonderlich nahe, bevde, den Klüglingen und nase-