Heinrich Heine.
„Menschenvolk, zweibein'ge Schlangen,Ich begreife wohl, warum ihrHosen trogt! Mit fremder WolleDeckt ihr eure Schlangennacktheit.
„Kinder! hütet euch vor jenenUnbehaarten Mißgeschöpfen!
Meine Töchter! Traut nur keinemUntier, welches Hosen trägt!"
Weiter will ich nicht berichten,
Wie der Bär in seinem frechenGleichheitsschwindel räsonnierteAuf das menschliche Geschlecht.
Denn am Ends bin ich selberAuch ein Mensch, und wiederholenWill ich nimmer die Sottisen,
Die am Ende sehr beleid'gend.
Ja, ich bin ein Mensch, bin besserAls die andern Säugetiere;
Die Jntressen der GeburtWerd' ich nimmermehr verleugnen.
Und im Kampf' mit andern BestienWerd' ich immer treulich kämpfenFür die Menschheit, für die heil'genAngebornen Menschenrechte.
Naput VI.
Doch es ist vielleicht ersprießlichFür den Menschen, der den höhernViehstand bildet, daß er wisse,Was da unten räsonniert wird.
Ja, da unten in den düsternJammersphären der Gesellschaft,In den Niedern Tierweltschichten,Brütet Elend, Stolz und Groll.