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Wasserbau?
Zur Kultur der erotischen Wasserpflanzen werden gewöhnlich in den warmenHausern Wasserbehälter dem Lichte so nahe wie möglich geseht und hierin entwe,der die Töpfe mit den Pflanzen gestellt, oder der Boden des Behälters wird miteiner passenden Erdart gefüllt und darin die Gewächse gepflanzt.
Seltener ist es, daß ganze Gebäude diesem Zwecke gewidmet werden, undes sind den Verfassern nur einige Anlagen dieser Art in England, wie zu Whitc-Knkghrs den, Herzoge von Marlborough gehörig, bekannt geworden. Eine kurzeBeschreibung davon findet sich in der vierten Lieferung von Loudons Encyklopädiedes Gartenwesens S. 1679. Eine ähnliche Anlage befindet sich auch in dembotanischen Garten zu Liverpool. Nur da, wo entweder zu wissenschaftlichen Zwe-cken oder mit besonderer Liebhaberei die Kultur der Pflanzen sehr ins Große ge-trieben wird, können dergleichen Häuser vorkommen.
Bei Anlagen dieser Art möchten im Allgemeinen wohl folgende Punkte zuberücksichtigen sein. Die Cisterne muß durchaus wasserdicht und so angebrachtsein, daß sie leicht gefüllt snd erforderlichen Falls auch leicht geleert werden kann.Um dein Wasser den erforderliche!, Wärmegrad mittheilen zu können, ist eine eigene,von der Heihung des ganzen Hauses unabhängige, 'Heihungsanlage erforderlich;ist aber nur ein Ofen angelegt, so muß die Vorrichtung so getroffen sein, daßdie Kanäle, welche zur Erwärmung der Cisterne dienen, von denen, welche zurHeihung des Hauses gehören, abgesperrt werden können.
Müssen die Pflanzen dem Lichte so nahe als möglich gebracht werden unddie flachliegenden Fenster nur wenig von den Pflanzen abstehen. Viele Wasser-pflanzen wachsen zu einer bedeutenden Höhe über das Wasser empor, andere brei-ten nur ihre Blätter auf der Oberfläche des Wassers aus. Für letztere würdealso die Lage der Fenster, welche für erstere als zweckmäßig berechnet ist, esnicht sein.
Nach Art der Gestelle zu Töpfen, angefertigte Cistcrnen lassen sich nichtfüglich machen, und es bliebe also nur übrig, entweder in der Mitte des Hauseseine für die höher wachsenden und an den Fronten des Hauses eine zweite fürdie sich nur auf der Oberfläche des Wassers ausbreitenden Pflanzen anzulegen;