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Anregungen für philosophisch-wissenschaftliche Forschung und dichterische Begeisterung
Entstehung
Seite
764
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Wird's klar gestaltet, licht- und nacht-geschieden;

Zu Eins und Als, durch Farben-Grell und Zart;

In Vielheit tönend, und dennoch als Akkord

Zerfließend in der Sphären Harmonie;

Zum Ideal, des Geistes Füllegezcugtem.

Nicht in sich schließen kann ers, hoch gestimmt;

Durch Bild und Klang,

Symbol und Sang,

Er muß es wieder geben.

Was in ihm schuf das Leben.

Und wie er so am Geistverwandten fachet

Die eigne Flamm'; nur höher auf in ihm

Sie schlagt. Der Kunsigewcihte rührt die Menge,

Der Menge Beifall nährt des Künstlers Glut.

Das Tröpfchen (eine Fabel).

Aus tränkendem Thaue, aurore-geperlt,Ei» Tröpfchen, gewiegt auf gebognem Stengel,Zu Zephyr dem spielenden klagend anhub:

Immer nur Tropfe, so klein, so allein; wieSchmachvoll! Hauch', Zephyr, mich einmal doch auch hin.Ueber des Meeres des mächtigen Wellen,

Daß ich, geeint mit ihm, werd' zu Gewässer.

Dein Wunsch dir gewähret sey, Tröpfchen, sprach

Zephyr.

Vom Strahl' aufgesogen, dunstwogend, der Thau,Durch Zephyr beflügelt, schwebt hin über Fluren,