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Anregungen für philosophisch-wissenschaftliche Forschung und dichterische Begeisterung
Entstehung
Seite
720
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Wenn dir, Verstandesmensch, der Ge-fühlsmensch aus seiner Zauberwelt erzählt, sohalte es nicht für Lüge. Denke an deine eige-nen Traume wahrend deines Schlafes. Du bist einsolar Wachender, aber dabei tcllur Schlafender;Jener hingegen ist ein tcllur Wachender, aber dabeisolar Schlafender. Er erzahlt dir die Traume seinerGanglien, du erzahlst ihm die Traume deines Ge-hirns. Ihr habt beide Recht; und dennoch ver-dammt ihr einander wechselseitig; dieß kömmt daher,daß ihr einander nicht verstehen könnt. Toleranzdaher!

Eine unbefangene Ansicht der (auf die Weltaußer uns sowohl als innerhalb unser selbst bezoge-nen) Natur lehrt uns, daß zwar Alles in derselben,aus uns selbst heraus, nach dem Wahren,Schönen und Guten strebe"), daß aber diesesStreben unaufhörlich in seinem Laufe gehemmt,ja daß sogar das Vorangeschrittcnc wieder zurück-gedrängt werde, wornach die gestimmte Naturuns erscheint: Als zwar ursprünglich nach Darstel-lung des Wahren, Schönen und Guten strebend.

In diesem Sinne sage ich irgendwo in meinen Skizzenzu einem GeseHbnchc der Natur: