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Anregungen für philosophisch-wissenschaftliche Forschung und dichterische Begeisterung
Entstehung
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lich nennen wir ihn oft einen Gelehrten, da erja auch ein u »gelehrter Selbst denk er seynkann. So wie nun Künstler Jeder heißt, der dieKunst selbstproduktiv treibt, sey er übrigens artistischgelehrt gebildet, oder ein ungelehrteS Originalgenie;eben so könnte Wissenschaftler oder Wissen-schaftler oder Wissenschafter oder Wissen-schafter Jeder genannt werden, der die Wissen-schaft selbstproduktiv (nicht als Mezan, alsbloßer Wisscnschaftsbeförderer) pflegt, er möge nunals Gelehrter den von andern begonnenen Fadenweiter fortspinncn, oder als ungelehrteS Origi-nalgenie, rücksichtslos gegen bisherige Forschung,sich sein eigenes wissenschaftliches Gebiet hinzaubern.

Die Philosophie, als abstrakte Vernunftwisscn-schast, muß in so lange unvollkommen bleiben, alswir, zu deren Darstellung, uns nicht einer ab-strakten Vernunftsprache bedienen. Jede bis-her in irgend einer todten oder lebenden Spracheabgefaßte Philosophie hat eigentlich Werth und Sinnnur für ihren Verfasser, beinahe keinen für dendaraus Belehrung Suchenden. Der Verfasserlegte nach seinem individuellem Gefühle, bei derWahl jedes Ausdrucks, in denselben eine bestimmteabstrakte Bedeutung, die der lesende nicht geradeidentisch auffassen kann, da der Ausdruck aus