der Instinkt sich zum Vemunstwillcn verklärt; ebenso schwingt sich in uns der erfinderisch unerschöpflicheKunstsinn als Apotheose des Kunsttriebeö aus.
Der plastische Habitus an den Gebilden desKunsitriebcs einer bestimmten Thicrart, z. B. amSchwalbennesie, ist eben so konstant, als der pla-stische Habitus an den Gebilden des Bildungstrie-bes des Organismus jener bestimmten Thierart, z.B. an der Schwalbe. Die Bienen erscheinen vonjeher unter einer und derselben Gestalt; auch derZellenbau ihrer Stöcke hat sich bisher nie geändert.Wird ein Theil des Thierkörpcrs zerstört (in soferne er nicht zum Leben wesentlich ist), so ersetztihn der Vildungstricb; und wird das Gebilde desKunsitriebcs verletzt, so wird der Schade mittelstdes Kunsttriebes wieder ersetzt; — dort wie hierfindet vollkommener sowohl als unvollkommener Er-satz statt; dort wie hier bleiben oft Spuren desneuen Ansatzes zurück, die in beiden Fällen Narbengenannt werden mögen, u. s. w. — Es wärehöchst interessant zu untersuchen, welches Verhält-niß zwischen Bildungstrieb und Kunsttrieb,oder zwischen innern: und äußern: Bildungstriebe,bei den verschiedenen Thieren statt finde.
Ganz anders verhält fichs mit dem Phanta-siegepaarten Kunstsinne des Menschen.