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Anregungen für philosophisch-wissenschaftliche Forschung und dichterische Begeisterung
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Charakter des hohem und niedern Lebens.

So wie an dem höher Organisirten, im Pstanz-und Thier-Reiche, sich der Nachhall des niedrernLebens erhorchen laßt, ans dem das höhere ent-schlummerte; eben so läßt sich an dem die höchsteStufe genetischer Entwicklung, physischen, intellektuel-len und moralischen Daseyns, erklimmenden Men-schen, in jedem Akte errungener Vervollkommnung,die erste Anlage hiezu an dem Lallen des Kindesnachweisen; > eben so enthüllt sich an der, durchnationale Lebenskraft und vaterländische Geschichte,zur höchsten Blüthe gereiften Volkstümlich-keit, dem Forscher, der uranfängliche Charakterder rohen Jägerhordc, oder des nomadischenHirtcnstammes; eben so läßt sich aber auchan der Kunst, gezeugt aus dem Schooße einesvom Götterfunken idealer Schönheit beseelten Volkes,die erste rohe Spur des Ursprungs nicht verken-nen, selbst dann nicht, wenn die Kunst einen derschönsten Periode Athens würdigen Standpunkt er-reicht haben sollte. So z. B. die aus abgeschmack-ten, den Chören des Bacchus cingcmengten, Spie-len entsprungene Tragödie des Hellenenvolkes,welche noch als Schöpfung eines Euripides ihrennransänglichen Charakter nicht gänzlich verläugnct.

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