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An einen das Daseyn Gottes und die Un-sterblichkeit der Seele Bezweifelnden.
Du bezweifelst das Daseyn Gottes und deinerSeele Unsterblichkeit, weil du dafür alles strengphilosophischen Beweises ermangelst; oder anders,weil deine bloße Vernunft sich auf keine Weisehier zur Affirmation genöthigt achtet "). Erlaube mireine kurze Digrcsston.
Du nimmst einen Schall mit deinem Ge-sic htssinne nicht wahr, und dennoch sagst du,jener Schall habe stattgefunden; warum das? weildein Gehörsinn den Schall vernahm. Nun, wie-der auf unsere anfängliche Betrachtung zurückkehrend,prüfe doch einmal, ob du für Affirmation und Ne-gation einer Behauptung, eines Gedachten u. s. w.,keinen andern Sinn besitzest, als den Verstand,keinen andern Sinn, als den Sinn des Wissens.
*) Ich nehme diese Behauptung hier als wahr an, undgebe so dem Zweifler mehr Waffen in die Hand, alsdieß eigentlich nothwendig wäre, da es übertriebenist, zu sagen, daß so ganz und gar keine Vernunft-gründe für Gottes Daseyn und der Seele Unsterblich-keit sprechen sollen, wie dieß durch mehrere Aufsätzedieser Schrift und meiner frühern Schriften widerlegtist, so wie durch die Schriften so mancher Denker.