Eindruck aufs Ich abgeleitet werden, sondern ausetwas, das im Ich erst dadurch entsteht, daß das-selbe in einen möglichst rapportlosen Zustand mitder Außenwelt verseht wird. — Ist dieß wohl mehrals eine Hypothese? So viel ist gewiß: Der Dichternähert sich wirklich seinem vorgesteckten Ziele (Schil-derung seiner Begeisirung); der Philosoph hingegennähert sich seinem vorgesteckte!: Ziele (objective Wahr-heit) nur für den Fall, wenn obige Hypothese wahr ist,der Dichter also unbedingt, der Philosoph nurbedingungsweise; --- den sichrem Theil hat derDichter gewählt, den schwankender!: der Philosoph; —solider handelt der, so sich der Dichtkunst weiht,als der, so sich der Philosophie hingibt; — ScheintEuch das paradox? Ueberlegt, und urtheilt dann selbst.
So wie, feit I-avolsloi-, man in der Chemiekeinen Stoff einen einfachen, sondern immer nur,einen bisher unz ersetzten nennt; so sollte auch derPhilosophirende überhaupt jedes Prinzip, woraufdann eine ganze Reihe von Schlüssen gebaut wird,nicht als ein unumstößliches betrachten, sondernallemal nur als ein bisher noch nicht umgestoß e,n e s oder als ein bisher noch nicht auf einen kleinernKreis der Anwendung Beschränktes. Es gibt ei-gentlich nur JntcrimSprinzipe, und ebendahernur JnterimSph ilosophieen, die bis zu derenetwaigen Widerlegung einstweilen als gültig an-zunehmen sind. Ein unbefangener Blick in die Gc-