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Phantasie und Gefühl möge jedes Euerm Innerstenentsteigende Gebilde sich Euch verkünden; — derSchwung der Bcgeistrung zeuge, die Tiefe desGedankens ordne; — so wird in lebendigerFülle das All Euch zur Geistassimilirten Erschei.mittg werden; aber beherrschen stets werdet Ihrdie zaubergestaltige Innenwelt. —
Der Dichter, obgleich weniger deutlich undklar, schildert dennoch oft viel wahrer als der Phi-losoph; da er (der Dichter) von dem, die Wahrheitoft so sehr entstellenden, Sektions- und ScheidungS-Prozesse nichts weiß. Der'Dichter schildert in derHinsicht allemal wahr, als er von dem Eindruckeder Außenwelt auf sein Ich, das umfassendste trcuesteBild entwirft; denn selbst, was er (wie man sichfalsch ausdrückt, oder wenigstens etwas Falschesdarunter versteht) hinzufingirt, ist ja weiter nichtsals die fortgeschrittene Entwicklung der Wechselwir-kung zwischen des Dichters Außenwelt und desDichters Ich, weiter nichts, als die Frucht, ent-standen aus dem Keime: Aussenwclt, gestreut inden Boden: des Dichters Ich. Der Philosophhingegen schildert in der Hinsicht allemal falsch,als er von dem Eindrucke des Objektes auf sein Ichkein treues Bild liefert; ja sogar diesem Eindruckegar nicht traut, ihn möglichst erstickt, indem er meine(vielleicht in dem falschen Wahn steht), es müsseder wahre Zustand des Objekts nicht aus dessen