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16 (1862) Dichtungen : Th. 2, Tragödien und neue Gedichte
Entstehung
Seite
259
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Und sie weiß es! Doch für AlleSorgt sie bis zur letzten Stunde.

Sie verlangt, dass ich die StrümpfeNächsten Winter tragen solle,

Die sie selber mir gestrickt hatBon der wärmsten Lämmerwollc.

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Das gelbe Laub erzittert,

Es fallen die Blätter herab,Ach, Alles, was hold und lieblich,Verwelkt und sinkt ins Grab.

Die Wipfel des Waldes umflimmertEin schmerzlicher Sonnenschein;Das mögen die letzten KüsseDes scheidenden Sommers sein.

Mir ist, als müsst' ich weinenAus tiefstem Herzensgrund;

Dies Bild erinnert mich wiederAn nnsre Abschicdsstund'.

Ich mnsstc dich verlassen,

Und wnsste, du stürbest bald!

Ich war der scheidende Sommer,Du warst der sterbende Wald.

-) Nur abgedruckt im Morgcnblatl, Nr. 123, vom 23. Mai 1335.