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16 (1862) Dichtungen : Th. 2, Tragödien und neue Gedichte
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Die Liebste sitzt an meiner Seit'

Im rasch hinrollcnden Wagen;

Sie schaut mich an voll Zärtlichkeit,

Ihr Herz, das fühl' ich schlagen.

Das trillert und duftet so sonnenvergnügt!Das blinkt im grünen Geschmeide!

Sein weißes Blüthenköpfchen wiegtDer junge Baum mit Freude.

Die Blumen schann aus der Erd' hervor,Betrachten neugierigen BlickesDas schöne Weib, das ich erkor,

Und mich, den Mann des Glückes.

Vergängliches Glück! Schon morgen klirrtDie Sichel über den Saaten,

Der holde Frühling verwelken wird,Das Weib wird mich verrathcn.

8.'

Kitth stirbt! und ihre WangenSeh' ich immer mehr erblassen.Dennoch kurz vor ihrem TodeMuss ich Ärmster sie verlassen.

Kitth stirbt! und kalt gebettetLiegt sie bald im Kirchhofsgrunde.

') Nur lil'g-dmckt im M-rginbwtl, Nl, ISS. vom SS. Min 1SS5.