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16 (1862) Dichtungen : Th. 2, Tragödien und neue Gedichte
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Douglas.

Vcrrnchtheit! Welcher Hohn! Was thatet Ihr?

Mac-Gregor.

Ich ließ den Leichnam Macdonald's beisetzenIn seines eignen Schlosses Ahnengruft,

Und an der Stätte, wo der Mord geschah,

Pflanzt' ich ein Kreuz zum ewigen Gedächtnis.

Den Mörder Ratclifs suchte ich vergebens.Man hatte ihn zuletzt gcschn in London,

Wo er nach seiner Mutter Tod sein ErbtheilIn Sans und Braus vcrprasste, und nachherVon Spiel und Borg, und gar, wie Ein'ge sagen,Vom ritterlichen Straßcnranbc lebte.

Verstrichen waren seit der Zeit zwei Jahre,Und Mord und Mörder waren fast vcgcsscn,Da kam hierher in unser Schloss Lord Dnncan,Hielt bei mir an nm meiner Tochter Hand.Ich will'gtc ein, und mir gelang es auch,

Maria's Jawort einem Mann zu schaffen,

Der ans dem Stamm der Schottenkön'ge sprosst.Doch wehe uns! Bald stand am Hochaltar,

Festlich geschmückt, die heimlich bange Braut —Und Dnncan lag am Schwarzenstein erschlagen!

Douglas.

Entsetzlich!

Mac-Gregor.Ans! Steigt ans zu Ross! rief ichDen Knechten, und wir jagten und wir suchtenIn Busch und Feld, in Wäldern und in KlüstenDrei Tage lang, jedoch umsonst, wir fanden