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16 (1862) Dichtungen : Th. 2, Tragödien und neue Gedichte
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Donglas

(erschrocken auffahrend nnd nach Margarethe schauend).

Um Gott, Mylord, welch gläsern geller Laut?Es fängt zu singen an, das stumme Bild

Mac-Gregor(mit erzwungenem Lächeln).

Stört Euch nicht dran. Es ist die tolle Margrcth,Gehört zum Schloss. Sie leidet an der StarrsuchtSeit Jahr und Tag. Mit stieren Augen liegt sieGekauert manch unheimlich lange Stunde;

Und dann nnd wann, wie'n Stein, der sprechen kann,Bewegungslos, quäkt sie ein altes Lied

Douglas.

Warum behaltet Ihr im Schloss solch Schrecknis?

Mac-Gregor (leise zu ihm).

Still, still! Sie hört jedwedes Wort; schon langeHätt' ich sie fortgeschafft doch darf ich nicht.

Maria.

Lasst ruhn die arme, gute Margarethe.

Erzählt mir lieber etwas Neues, Donglas.

Wie sieht's in London aus? Bei uns in SchottlandErfährt mau Nichts.

Douglas.

Noch ist's das alte Treiben.Man rennt und fährt und jagt Straß' auf, Straß' ab.Man schläft des Tags, und macht zum Tag die Nacht.Bauxhall und Routs und Picknicks drängen sich;Und Drurylane und Kovcntgardcn locken.