Druckschrift 
16 (1862) Dichtungen : Th. 2, Tragödien und neue Gedichte
Entstehung
Seite
46
Einzelbild herunterladen
 

Wollustathmcnd, in der Schwüle,Schnäbeln weiße Tnrtcltäubchcn;Flimmernd, wie znm Licbcsspiele,

Fliegt der Glühwurm nach dem Weibchen.

Lüftlcin schancrn wundcrsüße,

Ziehen feiernd dnrch die Bäume,

Werfen Kuss und LicbcSgrüßcNach den Schatten weicher Träume.

Blümlcin hüpfet, Büchlein springet,Sternlcin kämmt herabgeschossen,

Alles wacht und lacht und singet —

Liebe hat ihr Reich erschlossen.

Zulcim a's(Stimme im Schloss).

Ist es ein Tranm, der freundlich'mich umgankcltUnd liebe Töne in mein Ohr zurückruft?

Ist es ein Unhold, der, mich zn verlocken.Des Freundes süße Stimme künstlich nachäfft?Ist's gar der todte, irrende Almansor,

Der in der Nacht gespenstisch mich umschleicht?

Alm ans o r.

Es ist kein Traum, der täuschend dich umgankclt,Es ist kein Unhold, der dich will verlocken,

Auch ist's kein todter, irrender Almansor —

Es ist Almansor selbst, der Sohn Abdullah's.

Er ist zurückgekehrt, und trägt noch immerLcbend'gc Liebe im lebcnd'gcn Herzen.

(Zuleima tritt mit einem Lichte auf den Ballon.)

Zuleim a.

Sei mir gegrüßt, Almansor bcn Abdullah,