A lmanso r.
Verlange nicht ein Klagelied, last schlummernDie lieben Tobten und Almansor's Schmerzen.Du sahst ja damals, wie ans schwarzem RostDer gute Aly hergebracht das Unglück.Nie kommt das Unglück ohne sein Gefolge!Tagtäglich kamen aus Granada schlimmreBotschaften her; und wie der Wandrer schnellSich mit dem Antlitz ans den Boden wirft,Wenn ihm entgegen weht der glühnde Samum,So stürzten wir oft weinend hin zur Erde,
Dast uns der Kunden gift'ger Hauch nicht tödtc.Bald hörten wir vom Abfall unsrer Priester,Der Morabiten und der Alfaguis; —
Hassan.
Giebt's irgendwo 'neu Glauben zu verschachern,So sind zuerst die Pfaffen bei der Hand.
Almanso r.
Bald hörten wir, dast auch der große ZegriIn feiger Todesangst das Kreuz umklammert;Dast vieles Volk dem Beispiel Großer folgte,Und Tausende ihr Haupt zur Taufe beugten —
Hassan.
Der neue Himmel lockt viel' alte Sünder.
A l m a n s o r.
Wir hörten, dast der furchtbare Zimencs,Inmitten auf dem Markte, zu Granada —Mir starrt die Zung' im Munde — den KoranIn eines Scheiterhaufens Flamme warf!