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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
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11.

Epilog.'

Wie aus dem Felde die Wcizenhalmen,So wachsen und wogen im McnschengeistDie Gedanken.

Aber die zarten Gedanken der LiebeSind wie lustig dazwischenblühendeRoth' und blaue Blumen.

Roth' und blaue Blumen!

Der mürrische Schnitter verwirft euch als nutzlos,Hölzerne Flegel zerdreschen euch höhnend,

Sogar der hablose Wandrer,

Den eu'r Anblick ergötzt und erquickt,

Schüttelt das Haupt,

Und nennt euch schönes Unkraut.

Aber die ländliche Jungfrau,

Die Kränzewindcrin,

Verehrt euch und pflückt euch,

Und schmückt mit euch die schönen Locken,

Und also geziert eilt sie zum Tanzplatz,

Wo Pfeifen und Geigen lieblich ertönen,

Oder zur stillen Buche,

Wo die Stimme des Liebsten noch lieblicher tönt,Als Pfeifen und Geigen.