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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
Entstehung
Seite
353
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Alte und neue Völkcrgeschichtc,

Türken und Griechen, Hegel und Gans,

Citroncnwälder und Wachtparaden,

Berlin und Schild« und Tunis und Hamburg,

Vor Allem aber das Bild der Geliebten,

Das Engelköpfchcn auf Rheinweingoldgrund.

O, wie schön! wie schön bist du, Geliebte!Du bist wie eine Rose!

Nicht wie die Rose von Schiras,Die Hafis-bcsungene Nachtigallbrant;

Nicht wie die Rose von Saron,

Die heiligrothc, prophctcngefcierte; —

Du bist wie die Ros' im Rathskcller zu BremenDas ist die Rose der Rosen,

Je älter sie wird, je lieblicher blüht sie,

Und ihr himmlischer Duft, er hat mich beseligt,Er hat mich begeistert, er hat mich berauscht,Und hielt mich nicht fest, am Schöpfe fest,Der Rathskellcrmeistcr von Bremen,

Ich wäre gepurzelt!

Der brave Mann! wir saßen beisammenUnd tranken wie Brüder,

Wir sprachen von hohen, heimlichen Dingen,Wir seufzten und sanken uns in die Arme,Und er hat mich bekehrt zum Glauben der Liebe,Ich trank ans das Wohl meiner bittersten FeindeUnd allen schlechten Poeten vergab ich,

Wie einst mir selber vergeben soll werden, —Ich weinte vor Andacht, und endlichErschlossen sich mir die Pforten des Heils,Wo die zwölf Apostel, die hcil'gen Stückfässcr,He ine 's Werte. Bd XV. ZZ