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Er hält in der Hand dcn erloschenen Blitz,
In seinem Antlitz ' liegt Unglück nnd Gram,
Und doch noch immer der alte Stolz.
Das waren bessere Zeiten, o Zeus,
Als du dich himmlisch ergötztest
An Knaben und Nymphen nnd Hekatomben!
Doch anch die Götter regieren nicht ewig,
Die jungen verdrängen die alten,
Wie du einst selber dcn greisen Vater
Und deine Titanen-Öhmc verdrängt hast,
Jupiter Parricida!
Auch dich erkenn' ich, stolze Inno! ^
Trotz all deiner eifersüchtigen Angst,
Hat doch eine Andre das Scepter gewonnen,
Und du bist nicht mehr die Himmclskön'gin,
Und dein großes Aug' ist erstarrt,
Und deine Liljenarme sind kraftlos,
Und nimmermehr trifft deine Rache
Die gottbefruchtetc Jungfrau
Und dcn wunderthütigcn Gottessohn.
Auch dich erkenn' ich, Pallas Athene!
Mit Schild und Weisheit konntest du nicht
Abwehren das Göttcrvcrdcrben?
Auch dich erkenn' ich, anch dich, Aphrodite,
Einst die goldene! jetzt die silberne!
Zwar schmückt dich noch immer des Gürtels Liebreiz,
Doch graut mir heimlich vor deiner Schönheit,
Und wollt' mich beglücken dein gütiger Leib,
Wie andre Helden, ich stürbe vor Angst —
Als Lcichengöttin erscheinst du mir,
Venns Libitina!