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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
Entstehung
Seite
332
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Dcr du in Kopf und Lcndcn so schwach,

Und im Glauben so stark bist,

Und die Dreifaltigkeit ehrest in Einfalt,

Und den Mops und das Kreuz und die Pfote

Dcr hohen Gönncrin täglich küssest,

Und dich hinaufgcfrömmelt hast

Zum Hofrath und dann zum Jnstizrath,

Und endlich zum Rathc bei der Regierung,

In dcr frommen Stadt,

Wo dcr Sand und dcr Glanben blüht,

Und dcr heiligen Sprca geduldiges Wasser

Die Seelen wäscht und den Thec verdünnt

Hättest du doch dies Traumbild ersonnen,

Gcliebtcster!

Du trügest es höheren Ortes zn Markt,

Dein weiches, blinzelndes Antlitz

Verschwömme ganz in Andacht und Demuth,

Und die Hocherlauchte,

Verzückt und wonncbcbcnd,

Sänke betend mit dir aufs Knie,

Und ihr Auge, selig strahlend,

Verhieße dir eine Gehaltzulagc

Von hundert Thalern Preußisch Kourant,

Und du stammeltest händcfaltcnd:

Gelobt sei Jesus' Christ!"

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