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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
Entstehung
Seite
318
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Und in Sturm und Schiffbruch,

Und duldete mit ihm unsägliches Elend.

Seufzend sprach ich: Du böser Poseidon,Dein Zorn ist furchtbar,

Und mir selber bangtOb der eignen Heimkehr.

Kaum sprach ich die Worte,

Da schäumte das Meer,

Und aus den weißen Wellen stiegDas schilfbekräuzte Haupt des Meergotts,Und höhnisch rief er:

„Fürchte dich nicht, Poetlcin!

Ich will nicht im geringsten gefährdenDein armes Schiffchen,

Und nicht dein liebes Leben bcängst'genMit allzubcdcuklichcm Schaukeln.

Denn du, Poetlein, hast nie mich erzürnt,Du hast mir kein einziges Thürmchen verletztAn Priamos' heiliger Feste,

Kein einziges Härchen hast du versengtAm Aug' meines Sohns Polyphcmos,Und dich hat niemals rathcnd beschütztDie Göttin der Klugheit, Pallas Athene."

Also rief PoseidonUnd tauchte zurück ins Meer;

Und über den groben SeemannswitzLachten unter dem WasserAmphitritc, das plumpe Fischwcib,

Und die dummen Töchter des Nereus.