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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
Entstehung
Seite
314
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4.

Die Nacht am Strande/

Sternlos und kalt ist die Nacht,

Es gähnt das Meer;

Und über dem Meer, Platt auf dem Bauch,

Liegt der ungestaltete Nordwind,

Und heimlich, mit ächzend gedämpfter Stimme,

Wic'n störrigcr Griesgram, der gut gelaunt wird,

Schwatzt er ins Wasser hinein,

Und erzählt viel' tolle Geschichten,

Riescnmärchcn, todschlaglaunig,

Uralte Sagen aus Rorweg,

Und dazwischen, wcitschallend, lacht er und heult er

Bcschwörnngslicdcr der Edda,

Auch Runensprnche,'

So dunkcltrotzig und zanbcrgcwaltig,

Dass die weißen Meerkindcr

Hoch aufspringen und jauchzen,

Übermnth-beranscht,

") ZuirN »l'gidnilt in »inRiis-bil. ! -) Sr-M Rnn-nspriiche.n/' Bd. I, 1826. I

Und können nicht sterben,Und schleppen mit sichIhr strahlendes Elend.

Ich aber, der Mensch,Der Nicdrig-gcpflanzte, der Tod beglückte,Ich klage nicht länger.