Die sanften Wiesenblumen lachen hämisch,
Der todte Nater regt sich in dem Grab' —Und schmerzhaft zuckt die alte Mutter Erde.
Du arme Erde, deine Schmerzen kenn' ich!
Ich seh' die Gluth in deinem Busen wühlen,
Und deine tausend Adern seh' ich bluten,
Und seh', wie deine Wunde klaffend aufreißt,
Und wild hervorströmt Flamm' und Rauch und Blut.Ich sehe deine trotz'gcn Riescnsöhnc/
Uralte Brut, aus dunkeln Schlünden steigendUnd rothe Fackeln in den Händen schwingendSie legen' ihre Eisenleiter anUnd stürmen wild hinauf zur Himmclsfcste; —Und schwarze Zwerge klettern nach, und knisterndZerstieben droben alle goldnen Sterne.
Mit frecher Hand reißt mau deu goldnen VorhangVom Zelte Gottes, heulend stürzen niederAufs Angesicht die frommen Engclscharcn.
Auf seinem Throne sitzt der bleiche Gott,
Reißt sich vom Haupt die Krön', zerrauft sein Haar —Und näher dringt heran die wilde Rotte.
Die Riesen werfen" ihre rothcn FackelnIns weite Himmelreich," die Zwerge schlagenMit Flammengeißeln ans der Englein Rücken —Die winde» sich nnd krümmen sich vor Qualen,Und werden bei den Haaren fortgeschleudert. —Und meinen eignen Engel seh' ich dort,
Mit seinen blonden Locken, süßen Zügen,
Und mit der ew'gcn Liebe um den Mund,
(Ich sch' die Niescnsöhn' der alte» Nacht,liviseb. I.)6) Sic steigen aus der Erde offnem Schlund,