— 209 —
Aus dunkler Höh', mit wilder Macht,Die Regengüsse tränfen;
Es ist, als wollt' die alte NachtDas alte Meer ersäufen.
An den Mastbaum klammert die Möwe sichMit heiserem Schrillen und Schreien;Sie flattert und will gar ängstiglichEin Unglück prophezeien.
13/
Der Sturm spielt ans zum Tanze,Er pfeift und saust und brüllt;
Heisa, wie springt das Schifflein!Die Nacht ist lustig und wild.
Ein lebendes WasscrgebirgeBildet die tosende See;
Hier gähnt ein schwarzer Abgrund,
Dort thürmt es sich weiß in die Höh'.
Ein Fluchen, Erbrechen und BetenSchallt aus der Kajüte heraus;
Ich halte mich fest am Mastbaum,Und wünsche: Wär' ich zu Haus!
') Zuerst abgedruckt im ..Gesellschafter," 50. Blatt, dam 27. März ISS».
He ine's Werte. Bd XV.
14