P rolo g.
Es war mal ein Ritter, trübselig und stnmm,Mit hohlen, schneeweißen Wangen;
Er wankte und schlenderte schlotternd herum,In dumpfen Träumen befangen.
Er war so hölzern, so täppisch, so links/Die Blümlein und Mägdlein, die kicherten rings,Wenn er stolpernd vorbeigegangen.
Oft saß er im finstersten Winkel zu Haus;Er hatt' sich vor Menschen verkrochen.
Da streckte er sehnend die Arme ans,
Doch hat er kein Wörtlein gesprochen.
Kam aber die Mittcrnachtstunde heran,Ein seltsames Singen und Klingen begann —An die Thürc da hört' er es pochen.
Da kommt seine Liebste geschlichen hereinIm rauschenden Wcllcnschanmklcidc,
Sie blüht und glüht wie ein Rösclein,Ihr Schleier ist eitel Geschmeide.
*) Mit der Überschrift : „Lied vom blö-den Nilter'^und unterzeichnet „Harri Heine"
j Musenalmanach aus daö Zahr 1822," Hamm! und Munster, bei Schultz und Wundermann.I 5) und täppisch und lints,
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