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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
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Dann kommt mcinc Seel' auf dich,Und mein Zauber reget sich.

Schläfst du auch mit Augen zu,"Findet doch dein Geist nicht Ruh',Schatten dröhn,die nie verbleichen,Und Gedanken, die nicht weichen;Von geheimer Macht umranscht,

Bist du nimmer unbclanscht;

Bist wie leichcntnchumhängt,

Wie von Wolken eingezwängt;

Sollst jetzt lebenimmerfortHier in diesem Zauberwort.

Siehst mich zwar nicht sichtbarlich,Dennoch fühlt dein Auge michAls ein Ding, das unsichtbarNah dir ist, und nahe war;Und wenn's dir dann heimlich graust,Und du hastig rückwärts schaust,Siehst du staunend, dass ich nurBin der Schalten deiner Spur,Und verschweigen muss dein MundJene Macht, die dir ward kund.

Und ein Zaubcrsang und SpruchHat dein Haupt getauft mit Fluch;Und ein Luftgcist voller ListLegt dir Schlingen, wo du bist;In dem Wind hörst du ein Wort,Das dir scheucht die Freude fort;