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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
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Geist.

Wenn, wie du sagst, dein Wesen unserm gleicht,

So hattest du schon Autwort, als wir sagten:

Was Tod die Menschen nennen, bleibt uns fremd.

M ansred.

So rief ich euch umsonst aus euren Neichen,

Ihr könnt nicht oder wollt nicht helfen.

Geist.

Sprich!

Was wir vermögen, bieten wir, dein sei's;

Besinn dich, eh' du uns entlasse, frag nochmals,

Macht, Herrschaft, Kraft, Verlängrung deiner Tage

M anfrcd.

Verflucht! was habe ich zu thun mit Tagen?

Sie sind mir jetzt schon allzu lang, fort! fort!

Geist.

Gemach! sind wir mal hier, kann's doch dir nützen,

Besinn dich, giebt's denn gar Nichts, das wir könntenNicht ganz nnwerth in deinen Augen machen?

Manfred.

Nein, Nichts; doch bleibt, ich möcht' wohl, eh' wir scheiden,

Euch fchann von Angesicht zu Angesicht.

Ich höre eure Stimmen, süß und schmachtend

Wie Harfentöne auf dem Wasser, immer

Steht leuchtend vor mir jener klare Stern;

Doch anders Nichts. Kommt näher, wie ihr seid,

Kommt all', kommt einzeln, in gewohnten Formen.