Morgens steh ich auf und frage:Kommt Feinsliebchen heut?
Abends sink' ich hin und klage:Ausblieb sie auch heut.
In der Nacht mit meinem KummerLieg' ich schlaflos, wach;
Träumend, wie im halben Schlummer,Wandle ich bei Tage
6."
Es treibt mich hin, es treibt mich her!
Noch wenige Stunden,' dann soll ich sie schauen,Sie selber, die schönste der schönen Zungfrauen; —Du treues Herz, was Pochst du so schwer! ^
Die Stunden sind aber ein faules Volk!Schleppen sich behaglich träge,
Schleichen gähnend ihre Wege;
Tummle dich, du faules Volk!
Tobende Eile mich treibend crfasst!
Aber wohl niemals liebten die Hören; —
Heimlich im grausamen Bunde verschworen,
Spotten sie tückisch' der Liebenden Hast.